









Eine 52-jährige Wanderin ist am vergangenen Sonntag auf dem Weg zur Ankelalm rund 30 Meter abgerutscht und in ein Bachbett gestürzt. Die Frau habe über „stärkste Schmerzen“ geklagt und drohte zu unterkühlen, schildert Lenz Haberle, Sprecher der Bergwacht Schliersee.
Nach dem Meldebild mussten die Ehrenamtlichen zunächst davon ausgehen, dass eine Person 30 Meter tief an der Brecherspitz abgestürzt war. Dort hatte es zuletzt im Juli einen tödlichen Unfall gegeben. Erst nach einem Rückruf des Einsatzleiters klärte sich das Missverständnis auf: Die Wanderin war im steilen Waldgelände auf einem Jägersteig abgerutscht, bevor sie in den Ankelgraben stürzte.
Feuerwehr stoppt Leonhardiritt für Notarzt-Einsatz
Während die ersten Bergretterinnen schon vor Ort waren, machten sich weitere Helfer aus Schliersee und von der Bergwacht München vom Spitzingsee aus zur Einsatzstelle auf. Die Ehrenamtlichen forderten auch einen Notarzt an. Dessen Anfahrt nach Neuhaus stellte jedoch zunächst „ein kleines Problem“ dar, wie Haberle erklärt. „Es fand gerade der Leonhardiritt in Fischhausen statt.“ Bevor der Notarzt die Veranstaltung passieren konnte, musste der Zug angehalten werden. „Dank der Feuerwehr hat das gut geklappt.“
Insgesamt rund 45 Minuten nach der Alarmierung war die Patientin mit dem Rettungsfahrzeug der Bergwacht in Begleitung der Notärztin unterwegs ins Krankenhaus Agatharied.
Für die acht ehrenamtlichen Bergretter war der Einsatz gegen 12 Uhr beendet.
Näheres unter: Wanderin stürzt 30 Meter in die Tiefe in einen Bach – Bergwacht rettet Verletzte (merkur.de)